Wie von einem anderen Stern… ★ (Bildergeschichte)

Vorwort: Ich habe mir natürlich Gedanken zur Kennzeichnung gemacht. Da dieser Beitrag weder ein bezahlter, noch ausdrücklich gewollte Werbung ist. Kennzeichne ich diesen Beitrag, dennoch als Werbung. Da „sponsored post“ rechtlich nicht genügend ist und Schleichwerbung nicht transparent ist. Ebenso, werde ich sehr häufig nach dem Hersteller der Kleidung gefragt. Ihr seht hier Leinenkleidung von Sternwaldwiese, den Shop könnt ihr bei Dawanda finden. Das Tragetuch ist von Mezaya Baby.

Dem Kind entwachsen.

Jede Familie hat mindestens ein Kind, welches von einem anderem Stern scheint. Oder zwei, oder drei, oder keines, oder nur eines wie wir.

Ich möchte keinesfalls, allen anderen Kindern besondere Zuwendung, Besonderheit, oder Individualität absprechen. Ich versuch hier etwas zu beschreiben, wofür es eigentlich keine Worte geben kann. Das unbeschreibliche Kind. Von Geburt an. Antiautoritär, sensibel, autonom, einfach anders. Es gibt kein Patentrezept. Es gibt nur ein bzw. dieses tiefe Verständnis. Ein kleines seufzen. Hach… Warum reibt mich es mich, fast täglich so sehr auf? Ich schlafe drüber. Neuer Tag, neue Chance. Im Kampf gegen die eigene Erziehung. Jeden Tag, der Versuch es anders zu machen. Besser für die Kinderseele, die mal erwachsen sein wird. Werden wir jemals erwachsen? Wem, oder was sind wir entwachsen? Ist es nicht gut, sich sein inneres Kind zu bewahren? Wenigstens ein bisschen?

Mut ist nicht immer brüllend laut. Manchmal ist es die ruhige, leise Stimme am Ende des Tages, die sagt: Morgen versuche ich es wieder. – Mary Anne Radmacher

 

Lasst Kinder wieder Kinder sein.

Was wäre ein Beirag von mir, ohne Gedankeninspiration. Wenn ich mit den Kindern durch die Natur schleiche, denke ich über alles und nichts nach. Und dann gibt es noch diese wenige Zeit zum lesen. Und diese Gedanke über die Welt, die ich meinen Kinden hinterlassen werde. Und teilenswerte Worte.

„Nicht die Ideologie treibt die Menschen dazu zu hassen. Die kommt erst später und wird nur dazu gebraucht, um den Hass zu rechtfertigen. Der Hass war vorher da. Zu fühlen, dass man nicht die Person ist, die man sein könnte, weil es nicht akzeptiert wird, erzeugt Hass. Bereits im 18. Jahrhundert verwies der englische Dichter Edward Young darauf, dass wir als Originale geboren und als Kopien sterben würden. Diese Menschen, die voll Aggressionen sind, sind Kopien, die nie sie selbst sein durften. Ihre Eltern haben ihre Originalität nicht anerkannt und sie stattdessen gezwungen, sich in etwas hineinzufügen. Kinder müssen aber, um geistig und seelisch am Leben zu bleiben, auch zu Eltern, die ihre wahre Identität nicht anerkennen, eine Bindung herstellen. Das bedeutet, dass sie sich ihren Erwartungen unterwerfen müssen und ihr eigenes Selbst nicht leben dürfen.“

Arno Grün

 

 

Wir sehen durch abstrakte Ideen

Der Verlust des Mitgefühls entsteht, weil der Mensch von Anfang an lernt: Kampf und Konkurrenz sind die Triebkräfte des Daseins. Kinder lernen Feind-Denken. Andere Bewusstseinszustände werden als naiv eingestuft, als unrealistisch, als schwach. Empathische, dem Menschen zugewandte Wahrnehmungen werden unterdrückt und unser Bewusstsein wird auf abstrakte kognitive Ideen, über das, was Realität ist, reduziert.

Eine Ursache dafür sieht der klassische Psychoanalytiker in einer Eltern-Kind-Bindung, die aufgebaut ist auf Belohnung und Bestrafung. Je nach Behandlung im Säuglingsalter lernt das Kind seine Gefühle – die sich durch Schreien äussern – zu akzeptieren oder als Belästigung der Eltern zu unterdrücken.

Gruen meint: Diese Zivilisation produziert Menschen, die standardisiert sind, die Angst haben, als Aussenseiter zu gelten. Und das, obwohl sich alle heute für Individualisten halten. So kommt zustande, was der englische Dichter Edward Young im 17. Jahrhundert folgendermassen formulierte: «Wir werden als Originale geboren, sterben aber als Kopien.»

Eigentlich eine sehr düstere Erkenntnis. Aber wer bei Arno Gruen Düsternis entdeckt, findet im Kern einen unerschütterlichen Glauben an das Gute. Denn Arno Gruen ist sich sicher: Der Mensch ist von Anfang an gut. Und wir unterliegen einem Irrtum, wenn wir glauben, das Leben sei ein einziger Kampf und es ginge ums Fressen und Gefressen werden. «Homo homini lupus est» («Der Mensch ist den Menschen ein Wolf») ist gemäss Gruen kein natürliches Gesetz, sondern ein von Menschen gemachtes und unhinterfragtes Konzept.

Zivilisation ist Kooperation, nicht Konkurrenz.

Denn Zivilisation ist aufgebaut auf Kooperation und nicht auf Konkurrenz. Mit dieser Erkenntnis befindet sich Gruen in einer illustren Gesellschaft mit zahllosen anderen Psychologen, Anthropologen, Philosophen, Schriftstellern und Künstlern. Gruen will einen Perspektivenwechsel. Weg von den Standardeinstellungen im Kopf.

Das ist sicherlich der grösste Verdienst von Arno Gruens Plädoyer. Er setzt beim Leser einen Denkprozess in Gang, an dessen Ende auf jeden Fall eines ganz sicher steht: Wir haben verlernt, autonom zu denken und zu fühlen, unabhängig davon, was in unserem Bewusstsein verhaftet ist. Wir staunen darüber, wie stark die Denkmuster sind, die Erziehung und sozialer Wirklichkeit zugrunde liegen. Sie werden nicht mehr hinterfragt. Der alltägliche Kampf wird als «naturgegeben» hingenommen.

«Freiwillige Knechtschaft» nannte der Philosoph Kropotkin das schon vor hundert Jahren. Arno Gruen plädiert nicht nur für Empathie, sondern auch für Ungehorsam.

( www.srf.ch)

Diese Stille ist so laut. – Nicht selten, macht mich dieses Weltgeschehen mürbe. Ich kann einfach nicht wegschauen. Dann ziehe ich mich in meinen Kosmos zurück. Den Familienkosmos. Das wervollste was wir haben.

 

Bis bald!

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